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Kontakt

Wenn du noch weitere Fragen hast, schau in die FAQ. Sollte dir immer noch nicht alles klar sein, dann schreib uns eine E-Mail oder ruf uns direkt an!

 

Landesmusikakademie Hessen

Mareike Wütscher, Referentin für Musik

Tel: 06642 – 9113 22

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FAQ​​​​​​​​​

Anmeldung

Wie werden die Personen ausgewählt die teilnehmen?

Gibt es ein besonderes "Auswahlsystem" bei der Bewerbung bzw. worauf sollte man am meisten achten?

Zunächst musst Du dich auf unserer Website zum Musikmentoren Programm anmelden. Anschließend schicken wir dir zwei Fragebögen zu: einen der sich um dein musiktheoretisches Wissen dreht und einem, bei dem du deine ganz persönlichen musikalischen Interessen teilen kannst. Der erste beschäftigt sich mit Grundwissen in Harmonie- und Notenlehre. Der zweite Fragebogen beinhaltet Fragen zu deinem Musikgeschmack und zur Erfahrung in Bezug zu Musik. Darüber hinaus bitten wir dich, einen musikalischen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben ein zu senden. In dem Motivationsschreiben erzählst du, warum du gerne an diesem Programm teilnehmen möchtest.​​

In welche Gruppe soll ich mich einwählen?

Es kommt ganz darauf an welche Präferenzen du hast. Bist du an Improvisation und einer Band-Konstellation interessiert, solltest du dich in die Band-Gruppe einwählen. Falls nicht bietet es sich eher an in die instrumentenspezifischen Gruppen wie Streicher, Holzbläser, Blechbläser oder Gesang zu gehen. Wichtig ist außerdem, dass du nur Präferenzen angeben kannst, letztendlich wird die Einteilung der Gruppen von der Kursorganisation übernommen. Wir geben uns aber Mühe nach Möglichkeit allen Wünschen gerecht zu werden.

In welche Gruppe werde ich einsortiert, wenn ich zwei Instrumente spiele?

Die Auswahl der Bewerber*innen erfolgt durch mehrere Faktoren. Wenn du zwei Instrumente spielst, kann dir das die Chance auf einen Platz erhöhen. Welcher Gruppe du zugeteilt wirst ist u.a. auch von den anderen Bewerbungen abhängig, daher gibt es hier keine allgemeine Antwort auf diese Frage. Du kannst aber im Motivationsschreiben gerne deine Wunschgruppe erwähnen.

Wie viele Leute werden ungefähr angenommen?

Über die Jahre stieg die Nachfrage nach dem Musikmentoren Programm stetig. Jährlich können wir bis zu 50 Personen einen Platz geben. Aufgrund dessen haben wir über die Jahre auch die Teilnehmerzahl erhöht, allerdings ist die Nachfrage oft höher als die zu vergebenen Plätze. Eine frühe Anmeldung ist also sehr hilfreich. In der Regel ist der Anmeldeschluss am 31. Mai. Verspätete Bewerbungen können leider nicht mehr berücksichtigt werden. Grundsätzlich achten wir aber eher auf den musikalischen Lebenslauf, eure Motivation ein Musikmentor zu werden und euer Engagement in musikbezogenen ehrenamtlichen Einrichtungen, als eure Fähigkeiten auf eurem Instrument.

Wie viele Personen sind in den Kleingruppen bzw. Workshops?

Die meiste Zeit arbeitet man mit ca. 8-12 Personen gemeinsam. Diese Gruppen setzten sich – je nach Thema – auch immer neu zusammen, so dass man am Ende auch alle kennengelernt hat. Gemeinsam in der großen Gruppe mit allen wird auch musiziert, aber seltener.

Ist es okay, wenn ich mich bisher noch nicht getraut habe, mich viel zu engagieren?

Es ist völlig in Ordnung, wenn du dich bisher noch nicht engagiert hast. Das Programm ist genau dafür gemacht. Es soll helfen, dir durch das Erlernte eine Sicherheit und ein gewisses Selbstvertrauen zu geben. Je mehr Fähigkeiten du mit nach Hause nimmst, desto einfacher fällt es dir, dich zu engagieren und beispielsweise Gruppen anzuleiten oder zu dirigieren.

 

Was lerne ich als Musikmentor*in?

Was lerne ich wirklich? Welche Kompetenzen eigne Ich mir während der Fortbildung an?

Neben der Theorie und dem reinen „Lehrplan“ lernt man natürlich noch einiges mehr dazu. Zunächst lernst du viele verschiedene Menschen kennen und musizierst mit gleichaltrigen. Darüber hinaus erlangst du Erfahrung in der Arbeit mit einem Ensemble oder einer Band und lernst typische, alltägliche Aufgaben und mögliche Herausforderungen praxisnah kennen. Der Theorieunterricht gibt dir die Grundlagen zum Dirigieren und Leiten, während du in den Proben die Dynamiken einer Musikgruppe erfährst. Darüber hinaus baust du durch deine Skills Selbstvertrauen auf. Speziell als eigene Einheit wird auch „Präsenz vor Gruppen“ geübt und du lernst, wie du mit der Aufmerksamkeit vieler Menschen und der damit zusammenhängenden Aufregung umgehst.

Wie anspruchsvoll sind die Inhalte?

Der Anspruch hängt natürlich stark von dem ab, was du bereits an Vorkenntnissen mitbringst. Trotzdem ist das Programm so konzipiert allen Ansprüchen und Niveaus gerecht werden zu können.

Wie gut muss ich auf meinem Instrument oder im Gesang sein

Man muss kein Virtuose sein. Vor allem geht es darum, musikalische Zusammenhänge zu verstehen und ein Musikstück als Ganzes zu sehen. Der Schwerpunkt liegt weniger auf dem linearen Spielen einer Stimme, als darauf, die Partitur und die Relationen zwischen einzelnen Stimmen zu erkennen. Es wird entsprechend auch viel eher das vertikale als das horizontale Lesen und Denken trainiert.

Wie wichtig sind die Kenntnisse an meinen (bzw. verschiedenen) Instrumenten?

Du solltest auf deinem Instrument Tonleitern bilden und die darin enthaltenen Dreiklänge spielen können. Außerdem solltest du Intervalle und alle Notenwert kennen und in der Lage sein sie zu spielen. Im Allgemeinen solltest du die Theorie, die du kennst und lernst auf deinem Instrument umsetzen können.

Bringt es mir was, auch wenn ich nicht unbedingt vor habe eine musikalische Gruppe zu leiten?

Das Programm bereitet euch zwar auf alle genannten Dinge vor, allerdings lernt ihr auch viele andere junge Musiker*innen kennen und könnt eine tolle Zeit haben. Das Zusammenspielen und das erfahren der Dynamik einer Band, eines Orchesters oder eines Ensembles, steht neben all dem auch im Mittelpunkt. Für die, die ein „Band-Instrument“ spielen, ist das klassische Anleiten eines Ensembles eher fremd und wird eventuell auch nach der Ausbildung zum/zur Musikmentor*in so bleiben. Trotzdem empfiehlt es sich sehr teilzunehmen, da die Arbeit in den Gruppen wie der Band, den Streicher, den Bläser, etc. genau auf diese zugeschnitten ist.

Was passiert, wenn es mir doch kein Spass machen sollte/wenn ich alles schon "weiß"?

Du kannst das Programm jederzeit abbrechen, es basiert auf freiwilliger Teilnahme. Die Eigenbeteiligung ist zu Beginn zu entrichten, so eine Art Aufnahmegebühr. Weitere Details kannst du den Teilnahmebedingungen entnehmen.

 

Präsenzphasen und Online-Einheiten

Wie sind die Präsenzphasen aufgebaut?

Das gesamte Programm erstreckt sich über fünf Phasen. Alle Phase finden am Wochenende statt und fangen Freitag an und enden Sonntag. Die erste und fünfte Phase startet um 10 Uhr, Phase 2, 3, und 4 hingegen um 16:30. Die Stundenpläne der Phasen sind äußerst abwechslungsreich und beinhalten Arbeit in instrumentenspezifischen Gruppen, Workshops aber auch Ice-Breaker und Spiele zusammen mit allen anderen Teilnehmenden.

Kann man immer Fragen stellen?

Klar! Wir haben eine sehr offene Arbeitsatmosphäre. Ganz nach dem Motto: „Es gibt keine dummen Fragen!“ kann man jederzeit seine Fragen stellen, die beantwortet und von allen respektiert werden.

Sind die anderen Jugendlichen ebenfalls musikbegeistert und leistungsbereit, so dass wir gut zusammen arbeiten können?

Das hängt natürlich von den Personen ab, die sich bewerben. Aber die meisten sind sehr engagiert und es macht unglaublich viel Spaß gemeinsam mit Gleichgesinnten zu arbeiten. 

Gibt es freie Zeit, in der man sich langweilt?

Der Stundenplan ist sehr straff und das Programm ist von morgens bis abends fast lückenlos gefüllt. Die wenige freie Zeit, die du an den Wochenenden an der Landesmusikakademie Hessen hast, solltest du zur Erholung nutzen. Am Abends kann man sich gemütlich zusammensetzen oder es sich in den Zimmern bequem machen.

Ist das Essen ausreichend und lecker?

Beim Essen gehen die Meinungen immer auseinander. Manch einer sagt: „Es ist sehr lecker, es gibt mittags und abends zudem frischen Salat“, manch anderem schmeckt das, was gerade auf der Speisekarte steht, nicht so. In jedem Fall wird man satt – es gibt von früh bis abends genug für alle!

Wie komme ich zur Akademie?

Der nächste größere Bahnhof ist der Hauptbahnhof Fulda. Die meisten, die mit dem Zug anreisen, fahren entweder bis Fulda oder bis Bad Salzschlirf. Wir bieten bei jeder Phase einen Shuttle-Service an, der euch vom jeweiligen Bahnhof direkt zur Akademie bringt. Falls du mit dem Auto anreist, musst kannst du direkt zur Akademie fahren und findest hier auch einen Parkplatz. Die Adresse ist folgende: Gräfin-Anna-Straße 4, 3610, Schlitz.

Welche Themen werden ggf. online behandelt?

Prinzipiell sind Inhalte wie Musikproduktion, Tontechnik, Notensatzprogramme, Veranstaltungsorganisation und auch organisatorische Fragen die Themen, die auch gut online behandelt werden können. Das gemeinsame Musizieren ist im digitalen Umfeld natürlich nur bedingt bis überhaupt nicht möglich.

 

Das Engagement in Schule oder Verein

Wie sieht das "ehrenamtliche Engagement" an meiner Schule bzw. meinem Verein aus?

Die Intensität deines Engagements bestimmst du selbst – je nach Lust und Zeit, hier gibt es keine bestimmten Vorgaben. Es ist uns aber wichtig, dass du Interesse am ehrenamtlichen Engagement hast und auch in dem Jahr, indem du bei uns bist, zusätzlich Zeit für den Einsatz an deiner Schule oder in deinem Verein hast. Schließlich willst du das Erlernte ja auch selbst ausprobieren und umsetzen. Außerdem bekommst du auch die Aufgabe, ein kleines musikalisches oder organisatorisches Projekt selbst zu leiten. Wie genau das funktioniert, besprechen wir am ersten Wochenende.

Kooperiert die Ausbildung mit der Institution, die mich fördert?

Wenn du das Zertifikat „Musikmentor*in“ erhalten möchtest musst du in der Zeit des Programms, also zwischen den einzelnen Phasen gewisse Bausteine erfüllen. Einer davon ist ein Projekt, das du in deiner Institution durchführst. Dementsprechend kooperiert die Ausbildung mit deiner Institution.

Wieviel muss ich außerhalb des Programmes machen? Schaffe ich das mit der Schule nebenbei?

Die Dozenten können hier und da kleine Hausaufgaben aufgeben. Das ist zum einen das Kreieren eines WarmUps oder eines Arrangements, sowie zweimal eine Stunde Onlineunterricht. Wenn du ein Zertifikat anstrebst musst du, wie schon erwähnt, einige Bausteine erfüllen. Einen Teil dessen, wirst du in deiner Freizeit erledigen müssen. Während des Abiturs kann es somit auch mal stressig werden. Wenn du allerdings einen normalen Schulbetrieb hast, ist das Programm gut zu meistern.

Wozu verpflichte ich mich mit der Teilnahme an der Schule/Organisation, also z.B. regelmäßige Probenleitung?

Im Grunde verpflichtest du dich in deiner Institution zu nichts. Wenn du vor hast dich zertifizieren zu lassen, musst du dort ein Projekt durchführen.

Ist das Programm zeitgleich mit Abiturstress zu meistern?

Es gab teilweise Mentor*innen, die das Programm während des Abiturs nicht empfehlen würden, da sie sich durch den Abiturstress weniger dem Programm hätten widmen können. Außerdem sind die angehenden Mentoren in den meisten Fällen in einer Institution, in der sie sich engagieren. Da viele nach dem Abi erst einmal mit der Zukunftsplanung beschäftigt sind, hat die Institution eher wenig von dem Mentor und es ist schwierig das gelernte dort auszubauen und anzuwenden.

 

Abschluss und Zertifizierung​​

Was gibt es für Möglichkeiten danach aktiv zu werden?

Das Ziel des Musikmentoren Programms ist es, euch die Möglichkeiten und das Wissen zu geben, Chöre, Ensembles, Bands, etc. zu leiten. Demnach könnt ihr euch auf Basis der gelernten Inhalte in solchen Gruppen engagieren und seid gut auf die möglichen Tätigkeiten vorbereitet. Bei einem erfolgreichen Abschluss erhaltet ihr zudem ein Zertifikat.

Wofür ist man nach dem Programm qualifiziert?

In dem Programm Musikmentoren erhält man umfassende Einblicke in unterschiedlichste Bereiche der Musik. So werden Fähigkeiten zum Musizieren selbst, zum Anleiten von Gruppen, aber auch zum Umgang mit Bühnentechnik, Software zur Musikproduktion, Veranstaltungsorganisation und zum Arrangieren erlernt. Hiermit kannst du dich in vielen Bereichen ehrenamtlich engagieren. Das Ziel des Musikmentoren-Programms ist es, dir die Möglichkeiten und das Wissen zu geben, Chöre, Ensembles, Bands, etc. zu leiten. Mit dem Zertifikat „Musikmentor*in“ erhältst du eine offizielle Bestätigung für dieses erworbene Wissen.

Wird einem bei dem Erarbeiten der persönlichen Projekte für das Zertifikat geholfen, bzw. bekommt man Anregungen von den Dozenten?

Ideen sollte man nach Möglichkeit selbst haben. Für Fragen bei der Umsetzung steht das Dozententeam zur Verfügung. Die Projekte werden auch im persönlichen Gesprächen durchgegangen. Außerdem gibt es auch Workshops zur „Organisation“, der einem sehr bei Planung und Voraussetzungen für das Projekt hilfen.